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Einrichtung: gesis
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Verfasst von: Mansel, Jürgen; Spaiser, Viktoria
In:
Jahr: 2010
Band: 5
ISSN: 1862-5002
Sprache: Nicht einzuordnen
Beschreibung:
"Der Anteil der Migrantenjugendlichen aus den klassischen Anwerbeländern, die ihre Schullaufbahn mit der Hochschulreife abschließen, hat sich in den vergangenen Dekaden nur geringfügig erhöht und liegt weiterhin bei einem Drittel der jungen Deutschen. Vor diesem Hintergrund wird der Frage nachgegangen, ob die geringe Schulerfolgsquote auch mit erfahrener Benachteiligung und Diskriminierung dieser Population im deutschen Schulwesen zu tun hat. Auf der Basis qualitativer Daten kann gezeigt werden, dass insbesondere in solchen Schulen, in welchen spezifische ethnische Gruppen eine Minderheit darstellen, Jugendliche mit Migrationshintergrund verstärkt unterschiedlichen Formen von Diskriminierung ausgesetzt sind. Gezeigt werden kann zugleich, dass erfahrene Diskriminierung insbesondere bei Jugendlichen aus bildungsnahen Familien eine Gegenwehr in der Form auslöst, dass sie als Ansporn dient, ihr Leistungsvermögen und ihr Können unter Beweis zu stellen. Für Jugendliche aus bildungsfernen Familien wird demgegenüber vermutet, dass Diskriminierung zu Lernblockaden z.B. in Form von geringem Interesse an den Unterrichtsinhalten führen kann. Die Befunde und auf der Basis der qualitativen Daten formulierten Annahmen werden abschließend vor dem Hintergrund vorliegender quantitativer Daten, die zwar keine Diskriminierungserfahrungen, aber damit zusammenhängende Einstellungen und Einschätzungen beinhalten, diskutiert." (Autorenreferat)
Anmerkung:
begutachtet (peer reviewed) peer reviewed
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