Archivgut Bestand

Nachlass Katharina von Arx

1860-2013 , 195 Behältnisse (115 Schachteln stehend, 18 Schachteln liegend, 39 Folio-Schachteln, 6 Flachschachteln, 7 Mappen gross, 5 Mappen klein, 3 Kleinschachteln, 2 Diaschachteln)

Weitere Informationen

Einrichtung: Gosteli Archiv | Bern
Bestell-Signatur: AGoF 697
Jahr: 1860-2013
Sprache: Nicht einzuordnen
Beschreibung:
Bestandsgeschichte: Der Nachlass von Katharina von Arx wurde 2019 von ihrer Tochter Frédérique Drilhon an die Gosteli-Stiftung übergeben. Davor befand er sich im Priorhaus in Romainmôtier, dem Wohnhaus von Katharina von Arx. Als sich der Bestand noch in Romainmôtier befand, wurde er von Wilfried Meichtry für seine biographische Publikation «Die Welt ist verkehrt, nicht wir!» (2015) und allenfalls weiteren Drittpersonen gesichtet und teilweise neu geordnet. Notizen und Recherchematerial von Wilfried Meichtry wurden im Rahmen der Archiverschliessung ausgesondert.Katharina von Arx hat im Priorhaus in Romainmôtier eine umfassende Bibliothek mit verschiedenen Themenschwerpunkten angelegt. Diese wurde nicht ins Gosteli-Archiv übernommen.

Form und Inhalt: Der Nachlass umfasst in erster Linie Papierdokumente: neben Katharina von Arx’ publiziertem Werk auch Manuskripte und Entwürfe, Tagebücher, Korrespondenz, Notizen, Zeitungsartikel, Skizzen und Zeichnungen. Auch sind Fotografien (Abzüge, Negative und Dias), vereinzelte Tonträger und Objekte (gerahmte Portraits, zwei Schiefer-Jasstafeln mit Kreidetext) vorhanden.

Verwaltungsgeschichte / Biographie: Schweizer Journalistin und Autorin (05.04.1928 geboren in Niedergösgen - 25.10.2013 gestorben in Romainmôtier). Nach Abschluss der Handelsschule für Höhere Töchter 1947 in Zürich arbeitete Katharina von Arx als Sekretärin bevor sie 1952/1953 an der Akademie der Bildenden Künste in Wien studierte. Dort machte sie unter anderem Bekanntschaft mit Friedensreich Hundertwasser. Alleine und ohne Geld unternahm sie von 1953 bis 1954 eine Weltreise, wovon sie in ihrem 1956 publizierten Buch «Nehmt mich bitte mit! Eine Reise per Anhalter» berichtet.Ab 1954 war Katharina von Arx als freie Mitarbeiterin bei verschiedenen Zeitschriften und Zeitungen tätig, etwa bei «Österreich», «Annabelle», «Die Weltwoche» oder «Wir Brückenbauer». 1956/1957 unternahm Katharina von Arx eine Südseereise (Tonga, Australien, Neukaledonien, Salomon-Inseln, Neuguinea, Australien), da sie im Auftrag der Zeitschrift «Sie und Er» eine Reportage über Tonga verfasste. Für das Bildmaterial wurde der französische Fotograf Freddy Drilhon engagiert – die beiden wurden auf Tonga ein Paar, reisten zusammen in weitere Länder der Südsee und arbeiteten an Reportagen. Ein Jahr nach der Veröffentlichung von Katharina von Arx’ Jugendbuch «Nichts hat mich die Welt gekostet» wurde die gemeinsame Tochter Frédérique in Paris geboren.1960 erfolgte die Hochzeit mit Freddy Drilhon sowie der Kauf des baufälligen Priorhauses in Romainmôtier im Kanton Waadt, an dem sie Sanierungs- und Renovationsarbeiten vornahmen. Ab 1961 veranlasste die Denkmalpflege aufgrund des hohen kunsthistorischen Wertes des mittelalterlichen Gebäudes professionelle Restaurierungsarbeiten. Neben diversen Reportagereisen nach Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich und Monaco im Jahr 1963 widmete sich Katharina von Arx von nun an bis zu ihrem Tod intensiv der Renovation des Priorhauses und der Beschaffung der dafür nötigen finanziellen Mittel. Ab Mitte der 1960er Jahren machte sie ihr Haus zu einem Rückzugs- und Veranstaltungsort mit kulturellen sowie handwerklichen Veranstaltungen und eröffnete einen kleinen Salon de Thé. 1965 erfolgte die Gründung der «Association des Amis de Romainmôtier» und 1967 jene der «Fondation de Romainmôtier», welche die finanzielle Verwaltung des Hauses und dessen Restaurierung übernahm. Während ihr «Luftschloss» in Romainmôtier zur Lebensaufgabe wurde (weshalb es in ihrem Nachlass auch als Teil des Werkes behandelt wird), belastete es die Beziehung zu Freddy Drilhon stark. 1968 trennte sich das Ehepaar, blieb einander aber bis zum Tod von Drilhon im Jahr 1976 verbunden. So unternahmen sie im Jahr nach der Trennung gemeinsam eine Reportagereise nach Grossbritannien.1975 publizierte Katharina von Arx den biographischen Roman «Mein Luftschloss auf Erden», erhielt den Kulturpreis des Kantons Solothurn und im Folgejahr den Förderpreis der Stadt Olten. Ab 1976 widmete sich Katharina von Arx architektonischen Wandbehängen, Textilfassaden und Stoffskulpturen, blieb aber weiterhin schriftstellerisch tätig. Zwischen 1977 und 1988 erschienen ihre Werke «Ich bin gern schuld an meinem Glück», «Engel aus der Schreibmaschine», «Mein Tagebuch zum Luftschloss auf Erden», «Als er noch da war» und «Mein Luftschloss in Wolken». 1984 wurde das Zentrum für grafisches Handwerk «Centre d’artisanat graphique» (CAG) in Romainmôtier mit Schreibwerkstatt, Druckerei, Buchbinderei und Papierwerkstatt gegründet. 1989 realisierte sie mit dem Aufbau des «Wörterhauses» im Priorhaus einen Freiraum und Zufluchtsort für Leser_innen, Schreiber_innen und Denker_innen mit thematischer Bibliothek und Seminarräumen.
Anmerkung:
Allgemeine Anmerkungen: Katharina von Arx hiess mit vollständigem Namen Edith Katharina von Arx Drilhon.
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