Buch Monografie

Manifest der Gesellschaft zur Vernichtung der Männer : SCUM

Verfasst von: Solanas, Valerie info
Berlin [u.a.]: März-Verl. , 1982 , 102 S. S.

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Einrichtung: FrauenMediaTurm | Köln
Signatur: SE.01.059-1982
Orginaltitel: SCUM Manifesto, Society for Cutting up Men
Verfasst von: Solanas, Valerie info
Mitwirkende: Lindquist, Nils [ÜbersetzerIn]
Körperschaft: Society for Cutting up Men
Ausgabe: 5. Aufl.
Jahr: 1982
ISBN: 3888800099
Sprache: Nicht einzuordnen
Beschreibung:
S.C.U.M. bedeutet: Society For Cutting Up Men, Gesellschaft zur Vernichtung der Männer. Für Solanas ist "der Mann eine biologische Katastrophe..., die schon im Genstadium verkümmert ist". Die "wahren Männer" seien jedoch die Frauen, das Geschlecht, das in Wirklichkeit u.a. Energie, Integrität, Vitalität und Charakter besitze. Aus Mangel an diesen Eigenschaften versuchten Männer "ein Leben lang sich zu vervollständigen ..., eine Frau zu werden". Frauen, die mit Männern leben, Mütter und Ehefrauen, bezeichnet Solanas als die "Netten, unterwürfigen Daddy-Töchter, die auf dem Stand der Affen geblieben sind". Die SCUM-Frauen seien hingegen u.a. die "dominierenden, widerlichen, gewalttätigen, stolzen Frauen". Eine Handvoll von ihnen genüge, die existierende Männerwelt zu zerschlagen. Die "natürliche Gesellschaftsentwicklung" sei die totale Herrschaft der Frau. Voraussetzung dafür sei: die Abschaffung des Geldsystems, der Arbeit, Kultur und Sexualität ("Sex ist das Asyl der Bewußtlosen"). Eingeführt werden müsse die totale Automation und "Babyproduktion in Laboratorien" (weibliche Babies). Für Männer gibt es die Wahl, von S.C.U.M. getötet zu werden oder zur "Männerhilfstruppe" zu stoßen, deren höchste Aufgabe sein soll, "sich selbst zu eliminieren" oder andere Männer zu töten. \[W9]\Kommentar: Solanas schießt 1968 auf Andy Warhol. Das macht sie und ihr S.C.U.M.-Manifest bekannt. Es ist das Pamphlet einer Einzelkämpferin, die einer patriarchalischen Gesellschaft, in der Frauenverachtung, Frauenunterdrückung und Frauenhaß Alltäglichkeit sind, ihr Manifest des Männerhasses entgegenhält. Es ist nicht typisch für die amerikanische Frauenbewegung, ist aber von engagierten Frauen in den USA und hier als verständliche, exzessive Reaktion gebilligt worden.
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