Buch
Monografie
Wir werden nicht als Mädchen geboren - wir werden dazu gemacht : zur frühkindlichen Erziehung in unserer Gesellschaft
Verfasst von:
Scheu, Ursula
Frankfurt am Main:
Fischer-Taschenbuch-Verl.
,
1984
,
140 S. S.
Weitere Informationen
| Einrichtung: | FrauenMediaTurm | Köln |
|---|---|
| Signatur: | LE.03.017 |
| Verfasst von: | Scheu, Ursula |
| Ausgabe: | 126. - 135. Tsd. |
| Jahr: | 1984 |
| ISBN: | 3596218578 |
| Sprache: | Nicht einzuordnen |
| Beschreibung: | |
| Umfassende Analyse der Benachteiligung von Mädchen in den ersten Lebensjahren. Scheu weist zusammenhängend nach, daß Kinder schon unmittelbar nach der Geburt systematisch in eine Geschlechterrolle gedrängt und zu Wesen geformt werden, die unterschiedlich sind, nämlich männlich und weiblich. Ihre Arbeit beginnt mit einer Kritik an der bisherigen marxistischen Theorie und Praxis der Frauenbefreiung, wobei Scheu die Forderungen nach totaler Infragestellung der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung und der Anerkennung der sozialen Determiniertheit der Geschlechterrollen aufstellt. In den sich anschließenden methodologischen Ausführungen rekurriert die Autorin auf die marxistische Persönlichkeits- und Entwicklungstheorie, weil es sich hierbei um eines der Konzepte handelt, das die spezifisch menschliche Entwicklung als abhängig von den gesellschaftlichen Verhältnissen zu erklären versucht. Scheus eigentliche Untersuchung gilt der geschlechtsspezifischen Sozialisation. Sie rekurriert auf Arbeiten, die belegen, daß bereits nach drei Lebensmonaten unterschiedliche Reaktionen von Jungen und Mädchen auf bestimmte Reize feststellbar sind. Dies jedoch nicht auf natürliche und biologische Unterschiede zwischen den Geschlechtern zurückzuführen, sondern zu beweisen, daß das "weibliche Wesen" keineswegs angeboren ist, sondern vom Tag der Geburt an kontinuierlich anerzogen wird, ist das Hauptanliegen der Autorin. (Geschilderte Sozialisationsinstanzen sind u.a.: Spiele, Spielzeug, Kinderbücher, Fernsehfilme.) Die gesamte Mädchenerziehung und die durch sie aufgezwungene Geschlechtsrollenidentifikation arbeitet auf die spätere Ausbeutbarkeit und Unterdrückung von Frauen hin. 8 S. Literaturverz. - Von der Verf. handschriftl. signiert | |
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Mo-Fr. 10-17 Uhr, nach Voranmeldung. Die Anmeldung kann telefonisch, per Mail oder über das Kontaktformular erfolgen. Die Einrichtung ist nicht barrierefrei
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