Artikel
Schwarzer Feminismus der Grenze : Die Refugee-Frauenbewegung und das Schwarze Mittelmeer
Verfasst von:
Barry, Céline
in:
2021
,
Band:
30
Hier verfügbare Digitalisate
Weitere Informationen
| Einrichtung: | gesis |
|---|---|
| Link: | Volltext |
| Verfasst von: | Barry, Céline |
| In: | |
| Jahr: | 2021 |
| Band: | 30 |
| ISSN: | 2196-1646 |
| Sprache: | Deutsch |
| Beschreibung: | |
| Im dominanten neoliberalen Kontext gerät die Frage der Dekolonisierung - im materiellen Sinn - oft in den Hintergrund antirassistischer Politiken. Wie radikale Schwarze feministische Zusammenhänge historisch sowie gegenwärtig einfordern, ist die Frage der Dekolonisierung in Kämpfen gegen Rassismus jedoch zentral. In diesem Sinne behandelt mein Artikel die Frage der antikolonialen Ausrichtung der Schwarzen Frauenbewegung in Deutschland: An welchen Stellen werden vergeschlechtlichte Manifestationen anti-Schwarzen Rassismus mit der Frage neokolonialer Grenzregime, die an der Basis heteropatriarchaler anti-Schwarzer Strukturen ist, in Verbindung gebracht? Es zeigt sich, dass das panafrikanische Erbe des transnationalen Schwarzen Feminismus antikoloniale Praxis fest in die Schwarze feministische Bewegungsgeschichte in Deutschland einschreibt. Insbesondere der Feminismus der Grenze, den Schwarze geflüchtete Frauen, Lesben, Non-Binarys, Queers, Inter und Trans aus afrikanischen Kontexten praktizieren, spielt hier eine tragende Rolle. Ihre situierte Kritik an der Struktur der Grenzregime erweist sich für eine antikoloniale Schwarze feministische Praxis als richtungsweisend und befördert die Entfaltung des widerständigen solidarischen Raums des Schwarzen Mittelmeers. | |
| Anmerkung: | |
| begutachtet (peer reviewed) | |
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