Archivgut Nachlass

Eva H. NL 269

April 1940 bis August 1941, Dezember 1941 bis Oktober 1942

Weitere Informationen

Einrichtung: Sammlung Frauennachlässe | Wien
Jahr: April 1940 bis August 1941, Dezember 1941 bis Oktober 1942
Sprache: Deutsch
Beschreibung:

Orte: vermutlich ein Ort in Salzburg

Quellentypen: Tagebuch (Jugendtagebuch, während dem 2. Weltkrieg geführte Tagebücher): 2 Bände

Zum Bestand: Schreiberin: Eva H. (geb. K.); geb. 1926, Geburtsort unbekannt, gest. 2019 in Wien

Übergeber: Harald G. (Sohn der Cousine von Eva H.), 2019



Von Eva Maria H. (geb. K.) liegen zwei Hefte mit dem Titel "Kriegstagebuch. Eva K." vor, die sie im Alter von 14 bis 16 Jahren geführt hat. Inhalt der handgeschriebenen Einträge sind Berichte über das Kriegsgeschehen, über militärische Operationen und Truppenbewegungen im Zweiten Weltkrieg. Dazu finden sich Listen von "eroberten" Städten, von Kriegsschiffen u.ä. sowie vereinzelt auch gezeichnete Landkarten.

Der dokumentierte Zeitraum reicht von April 1940 bis August 1941 sowie von Dezember 1941 bis Oktober 1942. Die Einträge sind jeweils datiert, tragen größtenteils eine Überschrift und sind erweitert mit eingeklebten Zeitungsausschnitten, verschiedenen gedruckten Bildern und vereinzelt auch Fotografie. Bei darauf abgebildeten Personen handelt es sich einerseits um (militärische) Vertreter des NS-Regimes, andererseits auch um internationale Politiker. Vereinzelt sind auch Bilder etwa von "Gefangenen im Osten" eingeklebt worden. Ab Juni 1942 wurden die Einträge zumeist mit der Überschrift "Sondermeldung" und teilweise auch mit Uhrzeiten versehen.

Das erste "Kriegstagebuch" ist auf 66 Seiten voll beschrieben, der Titel am Deckblatt ist erweitert um die Information "1. Jahrgang. Hauswirtschaft". Die Propagandaalben dürften also im Rahmen des Schulunterrichts entstanden sein, worauf auch einzelne Ausbesserungen hinweisen. Das zweite Album umfasst 146 ebenfalls fast vollständig beschriebene Seiten. Rückseitig eingeklebt sind hier zwei ganze Zeitungsblätter.

Die Verfasserin Eva H. war mit zwei Schwestern aufgewachsen und später Mutter von vier Kindern. Weitere Informationen zu ihrer Person liegen derzeit nicht vor. Einige Zeitungsschnipsel sind als Ausschnitte aus der Salzburger Landeszeitung oder aus dem Salzburger Volksblatt identifizierbar, was ein regionaler Hinweis über Aufenthaltsorte zumindest in der Zeit des Zweiten Weltkriegs sein könnte.

Anmerkung:
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Standort

Sammlung Frauennachlässe
c/o Institut für Geschichte, Universität Wien

Universitätsring 1
1010 Wien
Telefon: +43 (0)1 4277 408 12
Öffnungszeiten
Die Bestände können nach Vorlage des Forschungsvorhabens an vereinbarten Terminen eingesehen werden. Ausführliche Informationen dazu finden Sie auf der Website https://sfn.univie.ac.at unter Benutzung + Recherche.
Benutzungszeiten, für die ein Termin vereinbart werden kann, sind Mi & Do 11.00 - 17.00 Uhr bzw. auf Anfrage (per Mail oder telefonisch).
Die erste Sichtung der Quellen erfolgt in den Räumlichkeiten der Sammlung Frauennachlässe. Für die spätere Bearbeitung ist eine Aufstellung der Materialien in der Fachbibliothek für Geschichte möglich.

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