Wien:
Zsolnay
,
2007
,
138 S.
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| Geografika: | |
Weitere Informationen
| Einrichtung: | Frauensolidarität | Wien |
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| Orginaltitel: | Il paese dove non si muore mai <dt.> |
| Verfasst von: | Vorpsi, Ornela; Fleischanderl, Karin |
| Jahr: | 2007 |
| Maße: | 19 cm |
| ISBN: | 3552054030 |
| Sprache: | Deutsch |
| Beschreibung: | |
| Ornela Vorpsi erzählt vom Heranwachsen eines Mädchens in Albanien. Dieses Albanien ist ein verwunschenes Märchenland, geprägt durch archaische Gebräuche. Es herrschen Hass, Niedertracht, Brutalität, Gier und Gewissenlosigkeit. Und schließlich die "Mutter Partei", die die Landeskinder prügeln, deportieren und erschießen lässt. Die Autorin wirft befremdliche Blicke auf die albanische Gesellschaft: Das unvermeidliche Hurenschicksal wird der Protagonistin durch die Tante vorausgesagt. Vom Vater wird sie immer wieder gezwungen, ihn zu küssen. Frauen sterben an illegalen Schwangerschaftsabbrüchen, doch nicht einmal ihre Kinder trauern um sie: Huren nennen auch diese ihre toten Mütter. Die Aufzählung von Grausamkeiten ließe sich endlos fortsetzen. Da die Autorin Erklärungen oder Distanzierungen unterlässt, entsteht der Eindruck einer Sozialreportage. Oft verschränkt Vorpsi verschiedene Erzählstränge, die nur auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben: So etwa dient ein Elektrokabel in einer Erzählung von zwei geheimnisvollen Nachbarinnen als roter Faden. Kabel dienen als Wäscheleine, unter der die Frauen, durch die nasse Wäsche verborgen, Sonnenbäder nehmen, und später, nach ihrer Deportation ins Lager, zum Erhängen. | |
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