Archivgut Nachlass

Herta K. NL 217 II

1929-2002

Weitere Informationen

Einrichtung: Sammlung Frauennachlässe | Wien
Jahr: 1929-2002
Sprache: Deutsch
Beschreibung:

Orte: Bisamberg, Klosterneuburg, Mönichkirchen und Strebersdorf in Niederösterreich, Gmunden in Oberösterreich, Kaprun und Obertauern in Salzburg, Wien; München in Deutschland; Modena in Italien; Balaton (Plattensee) in Ungarn

Quellentypen: Aufzeichnungen in Buchform: 1 Poesiealbum, 1 Band Kriegsdokumentation mit Zeitungsausschnitten/tagebuchähnliche Aufzeichnungen, 1 Adressbüchlein; Korrespondenz (Familienkorrespondenz, Paarkorrespondenz und Freundschaftskorrespondenz): 138 Schreiben; ca. 40 amtliche und geschäftliche Dokumente; Dokumente zur Schul- und Berufslaufbahn:12 Schulzeugnisse, ca. 150 berufliche Dokumente und Arbeitszeugnisse, KFZ-Führer:innenscheinunterlagen u.a.; ca. 400 Fotografien (tw. in 2 Fotoalben); Weiteres: 1 Gebetsbuch; ca. 70 verschiedene Dokumente (Sammlung von Parten, Kinderzeichnungen, Gebrauchsanweisungen u.a.) und 5 Gegenstände (Geschäftsschild, Nähtäschchen, getrocknete Blumen, 2 3D-Brillen)

Zum Bestand: Schreiberin/Adressatin: Herta K.; 1928-2009, geb. und gest. in Wien

Übergeberin: SOS Kinderdorf Rechtsabteilung (Bevollmächtigte), 2011



Herta K. wurde in Wien geboren. Ihre Mutter Hermine K. (geb. F., 1901-1993) führte hier eine Schneiderei, der Vater Franz K. (1898-1965) war u.a. als Lagerverwalter tätig. Die Sommermonate verbrachte die Familie in einem Haus in nahe gelegenen Klosterneuburg, was durch einige Fotografien, der Telefonanmeldung und Erlagscheinen der Stadtgemeinde belegt ist.

Aus Herta K.s Kindheit sind u.a. Zeichnungen und gebastelte Muttertagsgeschenke erhalten, weiters das Gebetsbuch "Kinderherz, Himmelwärts" (1911) sowie einzelne Postkarten von einem Erholungsurlaub am Plattensee/Balaton in Ungarn (1936). Ein Heft enthält eine umfangreiche Sammlung von Zeitungsausschnitten, die den Kriegsverlauf des Zweiten Weltkriegs von September 1939 bis September 1944 dokumentieren. Der Kontext der Entstehung von diesem Propagandaalbum dürfte ein schulischer gewesen sein, genauso wie die Einträge in dem vorliegenden Poesiealbum von 1938 bis Juni 1941.

Herta K. absolvierte die Lehre zur Schneiderin im Betrieb ihrer Mutter, wovon Schnitthefte erhalten sind. Ab 1968 bis zu ihrer Pensionierung war 1983 sie als "Manipulantin" in einem Pelzwarenhandelsbetrieb in Wien beschäftigt.

Im Zuge ihrer Lehre verbrachte Herta K. 1952 einige Zeit in München, wovon mehrere Korrespondenzstücke mit den Eltern vorliegen. Die Korrespondenz mit einem Münchner Bekannten von 1952 bis 1957 umfasst 52 Schreiben, 10 Schreiben eines italienischen Mannes von 1979 bis 1982 liegen auf Italienisch vor.

Weitere Korrespondenzen sind hauptsächlich Urlaubsgrüße von Herta K. an die Eltern sowie an sie von verschiedenen Absenderinnen und Absendern und schließlich Kondolenzschreiben zum Tod der Mutter 1993.

Die erhaltenen zirka 400 Fotografien wurden während der gesamten Lebenszeit von Herta K. und ihrer Eltern aufgenommen. Ein Bild als Kleinkind ist gerahmt, zwei Alben enthalten hauptsächlich Aufnahmen von Ausflügen in den 1930er und 1940er Jahren, u.a. beim Schifahren mit Soldaten in Uniform in Obertauern 1944. Einzelne Portraits zeigen Herta K. in vermutlich selbstgeschneiderten Kleidern, weiters liegen zahlreichen lose Fotografien vor, die in verschiedenen Hüllen gesammelt wurden. Motive sind dabei u.a. der Garten in Klosterneuburg, Familienfeiern in den 1980er Jahren oder ein Seniorinnenfaschingsfest in den 2000er Jahren.

Von Herta K. überlieferten Gegenstände sind schließlich u.a. ein Nähtäschchen, gepresste Blumen und zwei 3D-Brillen.

Anmerkung:
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Sammlung Frauennachlässe
c/o Institut für Geschichte, Universität Wien

Universitätsring 1
1010 Wien
Telefon: +43 (0)1 4277 408 12
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