Hochschulschrift
Feminismus und Gerechtigkeit : über eine Ethik von Verantwortung und Diskurs
Verfasst von:
Schwickert, Eva-Maria
Berlin:
Akad.-Verl.
,
c 2000
,
210 S.
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Weitere Informationen
| Einrichtung: | k10plus |
|---|---|
| Formatangabe: | Zugl.: Berlin, Freie Univ., Diss., 1999 |
| Verfasst von: | Schwickert, Eva-Maria |
| Jahr: | c 2000 |
| ISBN: | 3050035374 |
| Sprache: | Deutsch |
| Beschreibung: | |
| Gibt es eine weibliche bzw. männliche Moral? Wird die Moral zu rationalistisch und zu wenig emotional verstanden? Läßt sich die Moral durch die Befragung von Heranwachsenden bestimmen? Diese in den letzten Jahren äußerst kontrovers diskutierten Fragen beanwortet Eva-Maria Schwickert aus der Perspektive der Diskursethik. Den von Carol Gilligan erhobenen Vorwurf, die männliche Ethik sei zu sehr auf Prinzipien konzentriert, findet die Autorin bestätigt. Anders jedoch als Gilligan schlägt sie vor, das Defizit der tendenziell 'männlichen' Gerechtigkeitsethik nicht durch bloße Hinzufügung einer mehr 'weiblichen' Fürsorgeethik zu beheben, sondern plädiert für eine die Folgen des Handelns berücksichtigende Erweiterung der Gerechtigkeitsethik. Das Ergebnis der Studie präsentiert sich als Vermittlung zwischen kantischer Vernunft- und aristotelischer Tugend- bzw. Strebensethik. Beide Ethiktypen fordern einander. Gemessen an dieser den individuellen Ansprüchen besser Rechnung tragenden Ethik stellt sich das weibliche Zögern, ohne konkrete Situationskenntnis ein moralisches Urteil zu fällen, nicht mehr als mangelnde Prinzipienkenntnis, sondern als Ausdruck eines verantwortungsethisch reflektierten Urteilsvermögens von Frauen dar. | |
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