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Eine individuelle Krise, eine Zäsur im Ablauf des scheinbar Gewohnten führt oft dazu, die eigene Existenz radikal zu hinterfragen. Das Alltägliche wirkt banal, die vielleicht immer schon tief sitzende Sehnsucht nach Veränderung bricht durch die Oberfläche der gelebten Eintönigkeit. Diese Wandlung kann eine Chance sein, aber auch Krisen auslösen, die sich lange unter dem dünnen Firnis der Selbstverständlichkeit verborgen gehalten haben. Die haitianische Autorin Kettly Mars zeigt in ihrem Roman Fado eine Frau, die nach der Scheidung von ihrem Mann ihre Identität neu definiert, neu definieren muss, da alte Gewissheiten nicht mehr gültig sind und niemand diesen Zustand des Unbestimmten, des Nichtverortetseins, ertragen kann. Anaïse, eine bürgerliche Frau, beruflich erfolgreich und finanziell unabhängig, findet eine neue Identität als die Prostituierte Frida in einem billigem Bordell in der Unterstadt von Port-au-Prince. In dem Spannungsfeld zwischen etablierter Existenz und käuflicher Liebe, zwischen langweiliger Logik und männlicher Triebbefriedigung, wagt Frida den Spagat zwischen Selbstbestimmung und freiwilliger Hingabe an fremde Männer. Als Geliebte des Bordellbesitzers Bony akzeptiert sie die ungewohnten Spielregeln in dem für sie neuen Milieu. Eine individuelle Krise, eine Zäsur im Ablauf des scheinbar Gewohnten führt oft dazu, die eigene Existenz radikal zu hinterfragen. Das Alltägliche wirkt banal, die vielleicht immer schon tief sitzende Sehnsucht nach Veränderung bricht durch die Oberfläche der gelebten Eintönigkeit. Diese Wandlung kann eine Chance sein, aber auch Krisen auslösen, die sich lange unter dem dünnen Firnis der Selbstverständlichkeit verborgen gehalten haben. Die haitianische Autorin Kettly Mars zeigt in ihrem Roman Fado eine Frau, die nach der Scheidung von ihrem Mann ihre Identität neu definiert, neu definieren muss, da alte Gewissheiten nicht mehr gültig sind und niemand diesen Zustand des Unbestimmten, des Nichtverortetseins, ertragen kann. Anaïse, eine bürgerliche Frau, beruflich erfolgreich und finanziell unabhängig, findet eine neue Identität als die Prostituierte Frida in einem billigem Bordell in der Unterstadt von Port-au-Prince. In dem Spannungsfeld zwischen etablierter Existenz und käuflicher Liebe, zwischen langweiliger Logik und männlicher Triebbefriedigung, wagt Frida den Spagat zwischen Selbstbestimmung und freiwilliger Hingabe an fremde Männer. Als Geliebte des Bordellbesitzers Bony akzeptiert sie die ungewohnten Spielregeln in dem für sie neuen Milieu. |