Buch
Monografie
Erlebtes - Erschautes : deutsche Frauen kämpfen für Freiheit, Recht und Frieden ; 1850-1940
Verfasst von:
Heymann, Lida Gustava
[weitere]
Meisenheim am Glan:
Hain
,
1972
,
310 S. S.
Weitere Informationen
| Einrichtung: | FrauenMediaTurm | Köln |
|---|---|
| Signatur: | FE.06.400 |
| Verfasst von: | Heymann, Lida Gustava; Augspurg, Anita info |
| Herausgegeben von: | Twellmann, Margrit |
| Jahr: | 1972 |
| ISBN: | 3445109273 |
| Sprache: | Nicht einzuordnen |
| Beschreibung: | |
| 1941 im Schweizer Exil verfaßte Autobiographie. Sowohl der private als auch der politische Werdegang der Autorinnen spiegelt sich in diesen Erinnerungen wieder. Anita Augspurg lebte von 1857 bis 1943. Sie bekommt eine gute Ausbildung, besucht das Victoria-Lyceum des Lette-Vereins in Berlin und macht das Lehrerinnenexamen. Nach ihrer Volljährigkeit und der damit verbundenen finanziellen Unabhängikeit vom Elternhaus wird sie Schauspielerin, später gründet sie ein Fotoatelier in München. Ein Jurastudium schließt sich an und wird 1897 mit der Promotion beendet. Lida Gustava Heymann lebte von 1868 bis 1943. Nach dem Tod des Vaters übernimmt sie die Verwaltung des elterlichen Erbes und führt die Geschäfte fort. Gleichzeitig engagiert sie sich in sozialer Arbeit: sie gründet und unterhält ein Haus, in dem verschiedene Frauenvereine ihren Treffpunkt finden und in dem eine Beratungsstelle für Frauen, ein Kinderhort und ein Mittagstisch für berufstätige Frauen unterhalten werden. Das Engagement im radikalen Flügel der Frauenbewegung bringt Heymann und Augspurg in Kontakt zueinander; eine Lebens- und Arbeitsgemeinschaft verbindet die beiden Frauen für mehr als drei Jahrzehnte. Beide werden aktiv im "Verband fortschrittlicher Frauenvereine" und beteiligen sich am Kampf um's Bürgerliche Gesetzbuch, am Stimmrecht und am Kampf um die Abschaffung der Reglementierung der Prostitution. Im ersten Weltkrieg gehören sie zur radikalpazifistischen Oppositon und sind maßgeblich an der Initiierung und Durchführung des Internationalen Frauenfriedenskongresses im Haag (1915) beteiligt. Völkerverständigung und Frieden stehen forthin im Mittelpunkt ihrer praktischen und theoretischen Arbeit. In der Nachkriegszeit werden beide aktiv in der Münchner Räterepublik und versuchen dort, die Interessen von Frauen politisch durchzusetzen. Die Machtübernahme der Nationalsozialisten überrascht sie während eines Auslandsaufenthaltes. Ihr gesamter Besitz wird noch während ihrer Abwesenheit konfisziert, so daß sie für die Zeit ihres Schweizer Exils auf die finanzielle Unterstützung ihrer Freunde angewiesen sind. Die Autorinnen gehören zu den wichtigsten Exponentinnen des radikalen Flügels der historischen Frauenbewegung zu Beginn des 20. Jahrhunderts. In ihrer politischen Arbeit und ihrer Gesellschaftsanalyse, in ihrer unkonventionellen Vorgehensweise und ihren Angriffen auf männliche Vormachtstellungen sind sie zu den Vorläuferinnen heutiger Feministinnen zu zählen. | |
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Mo-Fr. 10-17 Uhr, nach Voranmeldung. Die Anmeldung kann telefonisch, per Mail oder über das Kontaktformular erfolgen. Die Einrichtung ist nicht barrierefrei
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