Frankfurt am Main:
Suhrkamp
,
1973
,
221 S. S.
Weitere Informationen
| Einrichtung: | FrauenMediaTurm | Köln |
|---|---|
| Signatur: | AR.07.040-1985.[01] |
| Herausgegeben von: | Schwarzer, Alice |
| Ausgabe: | 1. Aufl. |
| Jahr: | 1973 |
| ISBN: | 3518112252 |
| Sprache: | Nicht einzuordnen |
| Beschreibung: | |
| Das schon 1973 unter dem Titel "Frauenarbeit - Frauenbefreiung" erschienene Buch ist eine der ganz frühen feministischen Analysen von Frauenarbeit in Beruf und Familie. Es besteht aus einem Theorieteil und einem Protokollteil, in dem die Autorin 15 qualitative Interviews mit berufstätigen Frauen dokumentiert: von der Arbeiterin bis zur Karrierefrau, von der "mithelfenden Familienangehörigen" bis zur Politikerin. Die Autorin durchleuchtet das Zusammenspiel von benachteiligter Frauenerwerbsarbeit einerseits und Frauengratisarbeit in der Familie andererseits. Sie zeigt den "Sklavencharakter" der Familienarbeit und den "Gastcharakter" der Erwerbsarbeit für Frauen: "Frauen arbeiten nicht für Lohn, sie arbeiten aus Liebe." Sie lehnt allerdings entschieden die von einem Teil der Feministinnen propagierte Forderung nach "Lohn für Hausarbeit" ab, die sie für eine "Zementierung" der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung hält. Sie kritisiert u.a. die Gewerkschaften, die eben diese Arbeitsteilung nicht infrage stellen und die frauendiskriminierenden Leichtlohngruppen tolerieren. Ebenso die Linke allgemein, die in einseitigem materialistischen Denken die Integration von Frauen in den "Produktionsprozeß" schon für gelungene Emanzipation hält. Für Schwarzer ist die Berufstätigkeit von Frauen - und damit ihr eigenes Geld und der Ausbruch aus der familiären Isolation - zwar Voraussetzung für jeden Versuch der Emanzipation, aber nicht Vollendung derselben. Sie beklagt die Doppelbelastung, "Preis für die Erwerbstätigkeit" die für Frauen nicht selten zu einer 100-Stunden-Woche führt. Schwarzer: "Frauen leisten heute zwei Drittel aller gesamtgesellschaftlich notwendigen Arbeit, Männer nur ein Drittel." In welchem Ausmaß profitiert davon die Männergesellschaft, warum machen Frauen das mit? Auch die inneren Barrieren von Frauen, nicht selten so hoch wie die äußeren, werden kritisch durchleuchtet. Schwarzer fordert den radikalen Kampf gegen die männlich-weibliche Arbeitsteilung, vollen Zugang von Frauen zu jeder Erwerbsarbeit und konsequente Teilung der Hausarbeit mit Männern. | |
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Standort
Frauenmediaturm – Feministisches Archiv und Bibliothek
Bayenturm / Rheinauhafen
50678 Köln
Telefon: +49 (0)221 931 88 10
Öffnungszeiten
Mo-Fr. 10-17 Uhr, nach Voranmeldung. Die Anmeldung kann telefonisch, per Mail oder über das Kontaktformular erfolgen. Die Einrichtung ist nicht barrierefrei
Mo-Fr. 10-17 Uhr, nach Voranmeldung. Die Anmeldung kann telefonisch, per Mail oder über das Kontaktformular erfolgen. Die Einrichtung ist nicht barrierefrei