Artikel
Scham - Schuld - Schweigen? Subjektwerdung von ungewollt Schwangeren
Verfasst von:
Jung, Alina
in:
2026
,
Band:
18
Hier verfügbare Digitalisate
Weitere Informationen
| Einrichtung: | gesis |
|---|---|
| Link: | Volltext |
| Verfasst von: | Jung, Alina |
| In: | |
| Jahr: | 2026 |
| Band: | 18 |
| ISSN: | 2196-4467 |
| Sprache: | Deutsch |
| Beschreibung: | |
| Scham und Schuld sind Emotionen, mit denen ungewollt Schwangere häufig konfrontiert werden. Diese Gefühle stehen im Zusammenhang mit der sozialen Kontrolle und stützen Normkonformität. Da Schwangerschaftsabbrüche meist als Normverstoß wahrgenommen werden, führen sie oft, aber nicht zwangsläufig dazu, dass Betroffene schweigen. Dieser Artikel verdeutlicht den Zusammenhang zwischen den genannten Emotionen, gesellschaftlichen Diskursen sowie Subjektpositionen und den dadurch entstehenden Positionierungen. Dafür werden narrativ-biografische Interviews mit der reflexiven thematischen Analyse emotionssoziologisch untersucht. Die Analyse synthetisiert drei Formen von Scham und Schuldgefühlen, die wegen fehlgeschlagener Verhütung, der Entscheidung zum Abbruch und aufgrund patriarchaler Erwartungen entstehen. Dabei wird deutlich, dass Scham und Schuld nicht zu Schweigen führen müssen. Damit das möglich wird, ist jedoch eine umfassende Handlungsfähigkeit Voraussetzung, die nicht allen Interviewten zuteilwird. | |
| Anmerkung: | |
| begutachtet (peer reviewed) | |
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