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Einrichtung: gesis
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Verfasst von: Milbert, Antonia; Blätgen, Nadine; Porschke, Alina; Runge, Annika; Stürmer, Elisabeth; Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)
Jahr: 2026
Band: 04/2026
ISSN: 1868-0097
Sprache: Deutsch
Beschreibung:
Gleichstellung von Frauen und Männern ist ein relevanter Faktor zur Stärkung der Wirtschaft und zur Überwindung von Wirtschafts- und Finanzkrisen. Ein Transformationsprozess, wie ihn der Strukturwandel in den Kohleregionen darstellt, erfordert daher Gleichstellung. Wie kann mehr Gleichstellung von Frauen und Männern im Strukturwandel gelingen und welche Daten braucht es, um die Fortschritte begleitend zu messen? Das wird in dieser Studie am Beispiel des Lausitzer Braunkohlereviers aufgezeigt. Gemessen am Gender-Index bewegt sich die Gleichstellung im Lausitzer Revier annähernd im bundesweiten Vergleich, jedoch mit teils beachtlichen Unterschieden zwischen dem brandenburgischen und dem sächsischen Teilgebiet. Um die bestehende Segregation in der industriell geprägten Lausitz zu überwinden, sollten Frauen verstärkt Zugang zum Arbeitsmarkt der grünen Technologien oder anderen neuen Wertschöpfungsketten erhalten. Auch der Ausbau oder die Verbesserung von weichen Standortfaktoren, wie beispielsweise der öffentliche Personenverkehr, Bildungs-, Betreuungs- und Freizeitinfrastruktur, sind ein bedeutender Hebel. Um die Wirkung der Strukturmaßnahmen zum Ziel der Gleichstellung umfänglich zu erfassen, braucht es mehr als wenige Standardzahlen. Neben differenzierten Kennzahlen zur Ausbildungs-, Beschäftigungs- und Einkommenssituation von Frauen und Männern, werden auch Informationen über Zu- und Abwanderungstendenzen und Repräsentanz in kommunalen Parlamenten benötigt.
Anmerkung:
begutachtet
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gesis